Wissen: Wie man mit einem Bindfaden die Welt verändert (ab 7 Jahren)

Kinderbuch Wie man mit einem Bindfaden die Welt verändert

Wie man mit einem Bindfaden die Welt verändert

Geschichte auf witzige und gar nicht schulmeisterliche Art und Weise.

Geschichte schreiben Menschen, die die Welt verändern und nicht jene, die zuhause auf dem Sofa sitzen. Und von Geschichte handelt dieses Buch – nicht davon, wie alles ordentlich und pikobello seinen sortierten Gang ging, sondern davon, wie rein zufällig oder gar versehentlich Dinge passierten, die den Lauf der Geschichte veränderten. Beispielsweise nutzten die Menschen in Mesopotamien rein zufällig den fruchtbaren Schlamm, um erfolgreich Ackerbau zu betreiben. Oder die Chinesen entdeckten den Inhalt der Seidenraupen-Kokons und wurden reich. Das Buch lehrt weiterhin, dass es unter Umständen ratsam ist, seinen Vorfahren nicht allzu kostspielige Denkmäler zu setzen, da ein kleines Land dadurch schnell zerstört werden kann – so geschehen auf der Osterinsel.

Aufklärung die viel Spaß und schlau macht.

Verlag: Bloomsbury

Zeit 2.0: Stecker raus und aus die Maus (ab 3 Jahre)

Kinderbuch Stecker raus und aus die Maus, Verlag Kindermann

Stecker raus und aus die Maus

Autor: Ann Droyd (September 2012)

Hängen Eure Kinder auch schon mit 0,75 Jahren oder früher am iPhone, wischen kundig über das Display und nörgeln elend, wenn ihr es ihnen wieder weg nehmt? Während die Kinder mit dem Kopf ins Smartphone fallen, habt ihr noch schnell eine Mail beantwortet, gleichzeitig eine SMS getippt (auf dem anderen Mobiltelefon oder dem Tablet), den Festnetz-Hörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt, denn es rief noch der Dingsbums an.
Wow, möchte man staunen und loben, das ist ja verdammt fix und dabei noch gleichzeitig. Das Blöde ist nur, dass man mit der dadurch gewonnen Zeit umspringt, als wüsste man nichts mehr mit ihr anzufangen.

Das hier vorgestellte, innovative Kinderbuch beschäftigt sich mit diesem Zuviel und zeigt schon kleinen Kindern wir irrsinnig die Welt geworden ist, wie laut, wie dezentral, wie unverbindlich und endsublimiert.

Ein Wohnzimmer, eine Familie: Jeder ist beschäftigt. Jeder für sich. Einer tippt auf dem Handy, einer streichelt über das iPhone, ein anderer spielt Wii und wieder ein anderer zappelt an der Playstation. Aus allen Zimmerwinkeln summt, klickt und brummt es. Schöner Mist, denkt sich die schwer genervte Oma. Ohne Vorwarnung und ohne Federlesen schleudert sie sämtliche Technik in hohem Bogen aus dem Fenster…dann ist Ruhe. Endlich!

„Eine moderne Gute-Nacht-Geschichte – in einem Buch aus Papier, mit echten Seiten zum Anfassen…“ und in Reimform.

Verlag: Antje Kunstmann

Philosophie: Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin? (ab 5 Jahre)

Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin? Kinderbuchblog ich liebe kinderbücher

Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin?

Autorin und Illustration: Maja Bohn (Januar 2011)

Kinder sind Meister philosophischer Fragen. Hände hoch, das ist ein Überfall. Wie schwerfällige Dummköpfe stehen wir da, stammeln, murmeln, überlegen, wie man komplizierte und schier unerklärbare Dinge, Vorgänge und Lebensläufe verständlich macht. Während die Kinder mit ihren Fragen bewaffnet auf uns zielen, müssen wir waschen, bügeln, Proben unterschreiben, Brotzeitdosen spülen und das Leben meistern. Unsere Antworten sind in den meisten Fällen philosophische Bruchlandungen, oder?

„Mama, wo ist eigentlich das Gestern hin?“ ist ein Buch, das sich einer äußerst berechtigten philosophischen Frage angenommen hat und diese meiner Meinung nach hinreichend und hinreißend beantwortet.

Loretta erwacht und stellt fest: Das Gestern ist weg! Wohin? Loretta erkundigt sich bei Haushering Bodo, dem Nachbarn Zapf, einer Wildgans. Sie fragt eine Eintagsfliege, einen Hamster und einen Zauberer. Keiner weiß wohin. Verwundert bemerkt Loretta, dass das Gestern jedem etwas anderes bedeutet und manchen überhaupt nichts.
Lediglich Lorettas bester Freund, Heiner der Ziegenbock, kann sich vorstellen, wohin sich das Gestern aus dem Staub gemacht hat und auch Nachbar Zapf liefert schließlich eine mögliche Erklärung. Loretta muss nachdenken…

Verlag Hinstorff

Wie geht es Dir? Mir geht es gut! (ab 5 Jahre)

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Wie geht es Dir? Mir geht es gut!

Innenansichten eines Briefkastens

Autorin: Doreen Beilke (März 2013)
Illustration: Lena Ellermann

Wenn Briefe sprechen oder gestikulieren könnten, käme aus jedem Briefkasten tumultartiger Lärm und wackelten die Wände. Leise Briefe, laute Briefe, formelle Beschwerdeschreiben, heiße Fanpost, Dankesbriefe, schwärmerische Urlaubskarten, glühende Liebesbriefe, Bewerbungen, Wunschzettel, fröhliche Glückwunschpost und und und…kaum auszudenken, wie es in einem italienischen Briefkasten zuginge.
Jeder Brief ist wichtig. Jeder Brief ist einzigartig. Fast jeder Brief transportiert Hoffnungen, jeder Brief ist für die Zukunft.
Das Buch „Wie geht es Dir? Mir geht es gut!“ erhellt das Innenleben eines Briefkastens. Einfühlsam und gewitzt schauen Autorin und Illustratorin in die Seelen der Menschen, erklären ihre Freuden, Nöte und Hoffnungen.
Ein offenes Briefgeheimnis für alle.
Mit Sicherheit bekommen Eure Kinder durch das Buch Lust, auch mal wieder einen Brief zu schreiben.

Verlag: Klett Kinderbuch