Wichtig: Wie man ein Wollmammut wäscht (ab 4 Jahren)

Text: Michelle Robinson (Übersetzung: Andreas Steinhöfel) Illustrationen: Kate Hindley (Januar 2015)

Ich bin der Meinung für die persönliche Entwicklung noch dazu für den Weltfrieden ist es von äußerster Wichtigkeit zu wissen, wie man ein Wollmammut wäscht. Dabei kommt es auf Details ebenso an, wie auf die richtige Ausrüstung und Einstellung. Und ich bin der Meinung, nur wer weiß, wie man ein Wollmammut richtig wäscht, hat das Zeug, ein aufrechter Mensch zu sein. Darum lest dieses spritzig geschriebene und hinreißend illustrierte Buch.

Kinderbucht Wie man ein Wollmamut wäscht

Wie man ein Wollmammut wäscht

Eine Waschanleitung für ein Wollmammut gehört in jeden Haushalt. Denn täglich kann es passieren, dass es klingelt und ein Wollmammut vor der Tür steht. Mit donnernder Stimme spricht es dann: Wascht mich! Und wie wollt Ihr in diesem wahrscheinlichen Fall Eurem Kind erklären wie das geht. Hier ist die Lösung, damit das Leben Euch nicht völlig unvorbereitet trifft, wie ja sonst schon so oft. Ich wünsche Euch viel Freude bei der Lektüre, die Schritt für Schritt die richtigen Handgriffe preisgibt.

Verlag: Gerstenberg

Stadtkinder: München Wimmelbuch (ab 3 Jahren)

Illustratorin: Annegret Reimann (September 2011)

Pünktlich zum Start des Oktoberfests stelle ich Euch eine bayerische Rarität vor: Das München-Wimmelbuch. Für alle Münchner Kindl, die ihre Stadt besser kennenlernen möchten und zur Einstimmung für alle Minitouristen.

Kinderbuch München Wimmelbuch

München Wimmelbuch

Zu sehen: Trubel im Stadtviertel Schwabing, Grillalarm an der Isar, Radfahrerschwärme, der Viktualienmarkt, der Englische Garten und natürlich Wiesn-Halligalli – alles was München liebenswert und einzigartig macht. Die Illustratorin ist Münchnerin und kennt sich bestens aus.

Verlag: Wimmelbuchverlag

 

Haarig: Ellis Augenbrauen (ab 4 Jahre)

Autor: Timothy Knapmann, Illustrationen: David Tazzyman (April 2013)

Augenbrauen, die mit dem Koffer davon laufen. Sehr originell. So gesehen im fantastischen Kinderbuch „Ellis Augenbrauen“.

Kinderbuch Ellis Augenbrauen

Ellis Augenbrauen

Elli weiß, wozu Augen, Ohren, Nase und Zunge da waren. Aber was um alles in der Welt soll sie mit Augenbrauen – „…gammelige, haarige, kleine Fusseldinger!“. Die empörten Augenbrauen haben ihren Stolz und hauen über Nacht ab. Unterwegs versuchen sie es als Raupen, die ebenfalls haarig und klein sind – nur das mit dem Kokon basteln haut nicht hin. Also dienen sie einem Zauberer als Zwirbelbart. Dem allerdings explodiert ständig etwas und das finden die Augenbrauen zu gefährlich. Also arbeiten sie für eine Ameise, die gern tat, als wäre sie eine Spinne.
Elli kommt indes gut zu recht ohne ihre Augenbrauen, bis die Oma zu Besuch kommt, Elli erblickt und mit einem Schrei davon läuft. Da bemerkt Elli, wie wild und wunderbar Augenbrauen waren und wie sehr sie ihre eigenen vermisste. Wird Elli sie finden?

Ellis Augenbrauen sind zwei verrückte, abgefahrene, selbstbewusste Dinger, die uns mit ihrer wunderbaren Geschichte über ein durchaus bedeutsames Körperdetail aufklären. Wer die Augenbrauen nicht ehrt, ist die Augenbrauen nicht wert.

Verlag: Lappan

SOS: Bitte blubb blubb rette mich! (ab 3 Jahre)

Autorin: Barbara Schmidt, Illustrationen: Dirk Schmidt (Februar 2014)

Was, wenn man unter Wasser landet und nicht schwimmen kann? In gekonnten Reimen – ohne dabei die Fastnachtstreppe hinabzukalauern – erzählen Autorin und Illustrator die Geschichte eines Elefanten, der über einen Stein stolpert, im Wasser landet und untergeht. „Hätt er das Schwimmen nur trainiert, dann wär ihm so was nicht passiert!“

Kinderbuch Bitte blubb blubb rette mich!

Bitte blubb blubb rette mich!

Buchkundige kennen jenes ungeschickte Rüsseltier bereits aus dem Vorgängerbuch „Kamfu mir helfen?“, in welchem sich der graue Tolpatsch ordentlich den Rüssel verrenkt und draufhin nicht mehr richtig sprechen kann.
Diesmal – wie gesagt, stolpert er und findet sich unter Wasser wieder. Er kann aber nicht schwimmen und bittet die Tiere, denen er begegnet „Bitte blubb blubb rette mich!“. Das ist natürlich nicht einfach, kennt doch jeder der hilfsbereiten Unterwasserbewohner – Fisch, Frosch, Krokodil und Krake nur seine eigene Funktionalität, Schwimm- oder  Sprungtechnik. Keiner hat eine Bedienungsanleitung dafür, wie man so einen Dicken von unter Wasser nach oben hievt. Und so gelangt der Sympath in so manch missliche oder gar unschickliche Lage, bis ihn schließlich ein glücklicher Zufall rettet.

Eins der tollsten, nettesten und witzigsten Bilderbücher 2014.

Verlag: Antje Kunstmann

Mitbringsel: Yoda ich bin! Alles ich weiß! (ab 8 Jahre)

Kinderbuch Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Autor: Tom Angleberger (Februar 2011)

Was bringt man einem 8-jährigen Star Wars-Fan von einer kleinen Reise mit, wenn man keine Schlüsselanhänger-Star-Wars-Figuren kaufen möchte, man schon ein ratterndes Laserschwert zuhause hat, in den Kiosk-Heftchen immer das Gleiche steht und die Filme erst ab 12 sind? Wenn man die Buchhandlung „Monokel“ findet und das Kind zufällig mit Begeisterung liest, ist die Antwort schnell gefunden: Das Buch „Yoda ich bin! Alles ich weiß!“.

Er liebt das Buch. Die Geschichte ist witzig und leitet Jungs zum Basteln an. Ein Origami-Yoda ist doch ziemlich cool. Aber nun möchte er das Buch nicht zu Ende lesen, weil es so schön ist und er nicht möchte, dass es vorbei ist. Ich kann ihn gut verstehen.

Inhalt: „Eigentlich ist Dwight sowas wie ein Loser. Seine Freunde finden ihn ziemlich seltsam, einige halten ihn sogar für einen Spinner. Doch eines Tages ändert sich das. Denn plötzlich gibt Dwight verblüffend gute Ratschläge mit einer Fingerpuppe aus Papier, die aussieht wie Yoda, sagt die Zukunft voraus und rettet seine Mitschüler vor Peinlichkeiten. Bald ist klar: Wer die Yoda-Figur hat, hat die Macht. Warum das so ist? Tommy und seine Freunde wollen die ganze Wahrheit herausfinden…“

Verlag: Bastei Lübbe

Endlich: GECKOs große Geschichtenwelt (ab 3 Jahre)

Kinderbuch Geckos große Geschichtenwelt

Geckos große Geschichtenwelt

Nicht ohne Grund sind es die Großmütter und Großväter die klischeehaft die Geschichtenerzähler sind. Sie haben die meisten Jahre auf dem Buckel, kennen die Welt, das Leben, die Menschen. Wissen von Wundern und glücklichen Enden.

Wer die meisten Jahre hat, hat die meisten Geschichten. Diese Formel kann man auf die Kinderbuchzeitschrift GECKO und das nun daraus entstandene Geschichtenbuch ohne weiteres übertragen. Nach 6 Jahren GECKO nun das GECKO-Geschichtenbuch. GECKO ist zwar noch kein Großvater, aber immerhin hat er eine Menge Erfahrung: 14 Geschichten erzählen von Freunden, Tieren und Sachen, die es gar nicht gibt – garniert mit Feuerwerks-Wow-Illustrationen, eine schöner als die andere.

Seit 6 Jahren erscheint GECKO alle zwei Monate. In jeder Ausgabe: Verrückte Geschichten, Quatschgedichte, Reimspiele, Bilder- und Sprachrätsel, Lesetipps und ein erstaunliches Alltags-Experiment. Erdacht von gewitzten und berühmten Autoren, gezeichnet von erfinderischen und überschäumenden Illustratoren, gebracht vom Postboten.
GECKO ist werbefreie Zone und trägt das Qualitätssiegel der Stiftung Lesen.
Der erste GECKO durchlief 2007 die Druckerpresse – inzwischen ist ein wahrer Schatz von über 100 Geschichten zusammengekommen.
GECKO gibt es im fairen, jederzeit kündbaren Abo oder als Einzelexemplar und kann in jeder Buchhandlung bestellt werden.

Verlag: mixtvision / gecko-kinderzeitschrift.de

Strandtage mit Miss Braitwhistle (ab 8 Jahre)

Kinderbuch Miss Braitwhistle hebt ab

Miss Braitwhistle hebt ab

Autorin: Sabine Ludwig, Illustrationen: Susanne Göhlich (August 2013)

Es ist schwer nach ruhigen, herrlich langweiligen Strandtagen wieder in die Spur zu kommen, aber was solls…tatsächlich haben wir ein Kinderbuch geschafft und eins angefangen.

Gelesen haben wir „Miss Braitwhistle hebt ab“. Wer die wunderbare Miss Braitwhistle kennt, weiß, wie amüsant die Lektüre ist. Wer sie nicht kennt, dem stelle ich die feine Dame mit Vergnügen vor. Sie ist Lehrerin und kommt aus England. Mit englischem Akzent kauderwelcht sie sich durch die Erlebnisse der Klasse 4a und hilft ihr gelegentlich aus der Patsche. Ob Miss Braitwhistle zaubern kann oder nicht, wird nie ausgesprochen, aber die Vermutung liegt nahe. Kommt sie doch mit einer Tasche daher, aus der sie Teekannen und sonstige Gegenstände zieht, die man darin niemals untergebracht glaubte – allein schon der Größe wegen. Miss Braitwhistle ist Mary Poppins als Lehrerin – so ungefähr kann man es sagen.
Erzählt werden die Geschichten von Franz. Er und sein bester Freund Aki sind in der 4a. Die beiden sind wenn nicht Mittelpunkt des Klassen-Chaos auf jeden Fall immer ein Teil davon.

Ich habe mir beim Vorlesen besonders viel Mühe an den Stellen gegeben, an denen Miss Braitwhistle zu Wort kommt. Ein großer Spaß. Natürlich in der angemessenen Stimmlage einer höchst achtbaren Dame.

„Miss Braitwhistle hebt ab“ ist bereits der dritte Teil der verrückten Schulgeschichten. Teil 1 und 2 heißen „Die fabelhafte Miss Braitwhistle“ und „Miss Braitwhistle kommt in Fahrt„.

Verlag: Dressler